Bild: FW 2026

12.04.2026
Besuch der neuen Grundschule in Kammerstein durch den Gemeinderat

Nach fast einem Jahr war es endlich wieder soweit: Der Gemeinderat hatte die Gelegenheit, die neue Grundschule in Kammerstein ein zweites Mal zu besichtigen – und das nur einen Tag vor der offiziellen Inbetriebnahme. Dieser erneute Besuch ging nicht von der Verwaltung aus, sondern wurde aus den Reihen des Gemeinderats selbst angestoßen. Ein Umstand, der möglicherweise sinnbildlich für die aktuelle politische Situation steht und mit ein Grund dafür sein könnte, warum sich die vier Gruppierungen im Vorfeld der Kommunalwahl zusammengeschlossen haben.

Beim Rundgang wurde schnell deutlich: Das Schulgebäude präsentiert sich modern und hochwertig ausgestattet – ein Ort, an dem es den Kindern an nichts fehlen wird. Die Räume sind hell, funktional und auf dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt ein Umfeld, das beste Voraussetzungen für zeitgemäßes Lernen bietet.

Gleichzeitig wurde aber auch kritisch angemerkt, dass an einigen Stellen Einsparpotenziale bestanden hätten, ohne die Qualität für die Schülerinnen und Schüler wesentlich zu beeinträchtigen. So wurden beispielsweise Wasserhähne installiert, die die Temperatur farblich anzeigen – eine technisch interessante, aber nicht zwingend notwendige Ausstattung. Solche Details summieren sich und werfen die Frage auf, ob hier nicht mit etwas mehr Augenmaß geplant hätte werden können.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die langfristigen Wartungs- und Folgekosten. Hier wurde zu wenig Rücksicht genommen. Gerade bei öffentlichen Gebäuden sollte neben der Bauphase auch der spätere Unterhalt stärker in den Fokus rücken.

Dabei zeigt sich einmal mehr die eingeschränkte Einflussmöglichkeit des Gemeinderats: Die konkreten Ausschreibungen, Materialien und Ausführungen liegen maßgeblich in der Hand der Architekten und Fachplaner. Der Gemeinderat selbst kann letztlich nur die vorgelegten Angebote prüfen und genehmigen, jedoch nur bedingt steuernd eingreifen.

Obwohl das Gebäude kurz vor der Fertigstellung steht, sind noch einige Nacharbeiten erforderlich. Dennoch musste die Eröffnung nun erfolgen – nicht zuletzt, da die aktuelle Legislaturperiode Ende April ausläuft.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Hausmeister sowie den Mitarbeitern des Bauhofs. In den letzten Tagen haben sie mit großem Einsatz und vielen zusätzlichen Arbeitsstunden dazu beigetragen, dass die Schule rechtzeitig bezugsfertig wird. Selbst am Sonntagnachmittag waren sie noch im Gebäude im Einsatz – sei es, um letzte Handgriffe zu erledigen oder ganz pragmatisch dafür zu sorgen, dass Seife und Papierhandtücher in den Sanitäranlagen aufgefüllt sind.

Ihr Engagement verdient höchste Anerkennung und zeigt einmal mehr, dass hinter einem solchen Projekt nicht nur Planung und Politik stehen, sondern vor allem Menschen, die mit anpacken.